| Fast zwei Wochen
sitzen wir mittlerweile buchstäblich auf dem Trockenen. Die
Snares waren per Boot einfach nicht zu erreichen. Im Südpazifik
tobten sich diverse Stürme nacheinander und im Verbund aus.
Heute - oh Wunder! - der erste Tag, an dem der neuseeländische
Wetterdienst seine nervraubende Phrase "STURMWARNUNG"
vor der Beschreibung der aktuellen Wetterlage weggelassen hat. Besser
noch: die Dünung um Stewart Island ist auf 3 Meter zurückgegangen
- mit abnehmender Tendenz! Das heißt, wir können einen
zweiten Anlauf starten, auf die Snares zu kommen. Heute geht's nach
Invercargill und morgen dann endlich, hoffentlich, zu den Pinguinen.
Aller Voraussicht nach, wird uns sogar die Foveaux Ferry transportieren...
doch mittlerweile haben Mel und ich uns um einen Alternativtransport
bemüht - denn, um ehrlich zu sein, so ganz koscher ist uns
die Ferry nicht mehr. Mag sein, dass sich die Fährgesellschaft
während der letzten Tage zu einer prima Projektionsfläche
für den wachsenden Frust in unserem Team entwickelt hat...
doch alles in allem, kann sich keiner von uns dem Gefühl erwehren,
dass wir von den Leuten an der Nase herumgeführt wurden. Zu
spontan kamen die Absagen "no way, mate", wenn wir uns
nach den Aussichten in den nächsten 2 Tagen einen Anlauf gen
Subantarktis erkundigten. Insgesamt konnte man sich nicht des Eindruckes
erwehren, dass die Ferry am liebsten 3 oder 4 ruhige Tage am Stück
hätte, bevor man auch nur in Erwägung ziehen könnte
in den Süden zu schippern. Und wenn's danach ginge, würden
wir nicht vor November loskommen. Was soll's... wenn die Ferry nicht
spätestens am Sonntag eine Zusage macht, werden wir mit der
Marine Contess auf jeden Fall und "in any weather" in
See stechen.
Also... nächstes Lebenszeichen via Satellit von den Snares.
Bis dann...
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