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 Bewegende Neuigkeiten & was für die Ohren    Freitag, 22. August 2003, Dunedin   
Im wahrsten Sinne des Wortes bewegende Momente haben wir hier in Dunedin in der letzten Nacht erlebt. Es war (laut Presseberichten 00:12 Uhr) als die Erde sprichwörtlich zu wabernd begann. Erst wackelten die Wände ein wenig, dann begannen langsam aber stetig zunehmende Schwingungen... fast wie auf einem Boot. Der Spaß dauerte gut und gerne zwei Minuten, bevor sich die wogende Bewegung wieder legte.

Erdbeben im Fiordland
Dabei war Dunedin ziemlich weit vom Epizentrum entfernt. Dieses lad nämich in den äußeren Bereichen des Fiordlandes. Dort richtete des Beben wenig an, in einigen Läden in Te Anau fielen die Gewürzgurken aus den Regalen und die Strasse nach Manapouri trug einen 50 Meter langen und 5 cm weiten Riss davon. Doch abgesehen davon, war es eine recht glimpfliche Sache. Das Epizentrum selbst war nämlich nicht nur 20 Km westlich der nächsten Stadt (Te Anau) in unbewohntem Küstengebiet gelegen, sondern auch noch in 20 Kilmetern Tiefe. Und dann waren es gerade mal "schlappe" 7.1 auf der Richterskala.

Was die Sache wirklich unheimlich machte (zumindest hier in Dunedin), war die Tatsache, dass kein Rumpeln oder Donnern das Beben ankündigte oder begleitete, wie wir es während unserer Zeit in Chile schon einmal erlebt hatten. Es war einfach totenstill und alles wogte.

Was hat das alles mit unserem Projekt zu tun? Nun, direkt wohl nichts... wobei der etwas pessimistische Betrachter befürchten würde, dass das Erdebeben in irgendeiner Weise unsere geplanten Vorexpeditionen nach Breaksea Island im Fiordland gefährden könnte. In welcher Form sich diese Gefährdung manifestieren würde sei dahin gestellt. Fest steht jedoch, dass das Department of Conservation bisher sich eher zurückhaltend zu unseren Vorexpeditions-Anträgen geäussert hat. Beziehungsweise gar nicht. Und das hat schon wieder das Aroma der letztjährigen Komplikationen, bei denen kurzfristig und mit nicht nachvollziehbaren (um nicht zu sagen fadenscheinigen) Gründen zunächst abgesagt, dann jedoch zähneknirschend zugesagt wurde. Und der Zyniker könnte glatt annehmen, dass uns die Vorab-Expeditionen mit der Begündung drohender Tsunamis verwehrt werden könnte.

Doch wir sind weder pessimistisch noch zynisch - denn schliesslich war dem DoC sehr viel daran gelegen unsere Bemühungen an den Snares Pinguinen auf die Fiordland Pinguine umzulenken... deswegen gehen wir davon aus im September zwei Kurztrips nach Breaksea Island, Fiordland und Codfish Island unternehmen zu können.

Leonardo: Wissenschaftssendung im Inforadio des WDR

Dann war da ja noch der Radiobeitrag über Neuseeländische Pinguine im Westdeutschen Rundfunk. Wir haben in der Tat das Programm über's Netz empfangen, verfolgen und Aufnehmen können. Ein durchaus gelungener Beitrag, den es - wir sind so frei - ab sofort bei uns als Konserver zu verköstigen gibt. Dazu wird allerdings der RealPlayer oder RealOne Player benötigt. Eine frei verfügbare Version gibt es HIER zum Download.

Der Pinguinbeitrag von Ingrid Kölle lief unter dem Titel "Manche mögen's warm - Pinguine in Neuseeland und Australien" (obwohl der Moderator der Sendung konsequent falsch "manche mögen's heiss" benutzte).

RealAudio Stream des Beitrages in der Wissenschaftssendung Leonardo
auf WDR5, 18. August 2003 (ca. 18 min).

Im übrigen lief der Beitrag ebenfalls bereits im Radio des Bayrischen Rundfunks sowie auf dem Deutschlandfunk.