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Die neuen GPS Logger von Earth&Ocean haben im ersten Test ganz
gut ausgesehen. Nachdem Debakel mit den Sirtrack GPS Loggern im letzten
Jahr, war unser Enthusiasmus respektive GPS doch eher
gedämpft.
Auf der anderen Seite, bietet sich auf den Snares keine Alternative.
Radiotelemetrie ist logistisch ein no-goer und Satellitensender würden
doch nur unbefriedigende (weil zu wenige) Daten liefern. Also bleibt
nur GPS.
Diesmal machten wir einen grossen Bogen um Sirtrack, die uns im
übrigen keinerlei Kompensation für den im letzten Jahr
teuer bezahlten Elektroschrott anboten - ausser zwei ihrer neuesten
GPS Logger
Modelle. Die haben wir aber dankend abgelehnt, denn so verschroben
die erste Serie designt war, schienen die Nachfolger nichts Gutes
zu verheissen. In der Tat habe ich mittlerweile aus Auckland vernommen,
dass die neuen Sirtrackmodelle tatsächlich auch ihre Macken
haben - sie sind nicht wasserdicht.
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| Dave
programmiert einen GPS logger |
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Die neuen Logger waren zwar um einiges teurer, machten
aber schon allein in der Verarbeitung einen besseren
Eindruck: hydrodynamisches Gehäuse, einfache Batteriewechselmöglichkeit,
detaillierte Programmierung und zusätzliche Temperatur-
und Tauchsensoren - alles Features, die die Sirtrackklötze
schmerzlich vermissen liessen. Zudem ist ein solcher
Earth&Ocean
Logger bereits erfolgreich auf einem Magellanpinguin
eingesetzt
wurden.
Nur testen
mussten wir die Dinger noch. Nachdem wir
zunächst einige Testläufe auf Fiordland Pinguinen
angepeilt hatten (als Vorarbeit für unser Fiordland
Projekt nächstes
Jahr), verwarfen wir die Idee, einen der 4 GPS Logger
die wir unser eigen nennen, auf einen Pinguin zu kleben
- und zu riskieren das Gerät vor den Snares zu
verlieren. Deswegen nur ein 'weicher' Test. So kam
unser Expeditionsteam
in Oamaru zusammen, wo wir bei winterlichem Sonnenschein,
die GPS Logger in Gang setzten.
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| Kajak
mit GPS Technik bestückt |
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Nachdem Dave im Wagen sitzend, den Laptop auf dem
Schoss, den GPS Logger angekabelt auf dem Autodach,
die Geräte programmiert hatte, rüsteten wir unser
Aushilfspinguinssimulationskajak (Codename: Eudyptes
kajakus) mit dem Hightech aus. Ursel schlüpfte
derweil in einen Neoprenanzug und machte sich bereit
mit dem Boot in See zu stechen. Aufgrund der doch
eher unruhigen Verhältnisse im offenen Ozean, sollte
sie sich auf einige Runden im Oamaru Harbour beschränken.
Als die Geräte schliesslich mit einigen Lagen Tesa-Tape (sollte
ja alles authentisch sein!) auf unseren Hartplastikpinguinersatz geklebt
hatten, nahm Ursel darin platz und paddelte von hinnen. Ein wenig mulmig
war uns schon, als die erste Welle über den an der Bootsspitze befestigten
GPS Logger schwappte. Zu unsere Schande müssen wir eingestehen, dass
die nach selbiger Welle arg begossen aussehende Ursel, nicht als Anlass
jedweder Besorgnis angesehen wurde.
Für die nächste halbe Stunde drehte Ursel ihre Runden
im Hafen. Dave und ich machten uns auf den Weg zur Oamaru Blue Penguin
Colony,
wo wir kaffetrinkend und plauschend warteten, bis unser Experiment
samt Ursel an den Strand unterhalb des Besucherparkplatzes auflief.
Noch
in Denis Dove's Büro der Kolonie, luden Dave und ich die Daten
von den GPS Geräten herunter, während Ursel sich in trockene
Klamotten warf. Um kurz zusammezufassen: die Logger, benötigten
alle zwischen 20 und 40 Sekunden um einen Positionsfix aufzuzeichnen
(die Sirtrack Geräte
hatten da zwischen 30 und 240 Sekunden gebraucht). Die daraus resultierenden
Tracks waren fast deckungsgleich. Ebenso hatten sich die Geräte
brav in den von Dave programmierten Intervallen eingeschaltet, die
Position
bestimmt, um dann wieder schlafen zu gehen (was die Sirtrack Logger
vollkommen willkürlich taten - trotz 'Programmierung').
Fazit: alles in allem fühlen sich die Geräte nach diesem ersten
Test auch weiterhin gut an. Klar, der Kajaktest ist um einiges anspruchsloser,
als der Einsatz auf Pinguinen. Da müssen sich auch diese Logger erst
bewähren. Aber immerhin denke ich, können wir mit Zuversicht in die
Feldarbeit gehen. |